Tag des offenen Denkmals 2009

15. Oktober 2009

Der Ansturm hat es wieder einmal bewiesen: Schloss Herrenbreitungen mit fast tausend Besuchern am Denkmaltags- Wochenende und Schloss Todenwarth sind zu diesem Anlass die Publikumsmagneten der Region.

ansturm

Zum 10. Mal waren die Tore der Todenwarth zum Tag des offenen Denkmals weit geöffnet. Der Zuspruch war wieder enorm – vielleicht etwas weniger als im vergangenen Jahr, doch an 500 fehlten sicher nicht viele. Parkplatz, der Acker gegenüber und die Bundesstraße längs der Schlossmauer waren von 11 bis kurz vor 18 Uhr weiträumig mit Besucherautos besetzt.

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Bei Führungen über das weiträumige Gelände brachte Dr. Halbig den zumeist sehr interessierten Besuchern die wechselhafte Geschichte des Ortes nah, von den Namensdeutungen (keltisch, germanisch, oder wartete hier gar Elisabeth von Thüringen auf die Gebeine ihres auf dem Weg zum Kreuzzug verstorbenen Mannes?), über die Zerstörungen im 30- jährigen Krieg bis hin zum Verfall in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Im kleinen Saal wurde mit einer Diaprojektion über die letzten 12 Jahre, die bisherigen Restaurierungsschritte, informiert. Reges Interesse gepaart mit Trauer und Erschütterung fand besonders die zweite Powerpoint-Präsentation über die aktuellen Geschehnisse zwischen Kreuzung Zwick und Werrabrücke vor Wernshausen, wodurch das untere Schmalkaldetal „sein Gesicht verlor”. Poster und Postkarten zu diesen aktuellen Denkmalverlusten sind noch auf Todenwarth zu erhalten.

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Ein Topfmarkt, organisiert vom Wasunger „Ofenmann”, fand viele Interessenten, wie auch der kleine Buchstand, an dem Robert Eberhardt seinen Verlag vorstellte. Manch gutes Buch wurde da sehr preiswert erworben. Die Warthe war natürlich auch kulinarisch ein „Ort des Genusses”. Am reichhaltige Kuchenbuffet, gestiftet und betreut vom Mitgliedern des Freundeskreises Todenwarth, fanden diverse süße Backwaren, Zwiebelkuchen und Schmalzstullen zu Kaffee oder Kaltgetränken reißenden Absatz.

Der Wettergott meinte es nicht allzu gut mit den Denkmalfreunden in diesem Jahr. Doch die Stimmung war gut und der Tag für viele Gäste ideeller Gewinn. Der Dauerregen setzte erst kurz vor 18 Uhr ein…

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Internationaler Tag des offenen Denkmals 2008 auf Todenwarth

15. Oktober 2009

Am Vorabend, 13. September, 19 Uhr:

„Paul Wolff von Todenwarth – Abenteurer und Bauer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts” Johannes Näumann erzählte aus Pauls Leben, im Ersten Teil – „eine tolle Flucht” – von Sibirien über Peking nach Deutschland. Teil 2 – Afrika bis Öttinger Land- folgt zu einem rechtzeitig bekanntzugebenden Termin.

Johannes Näumann nach seinem Vortrag
Johannes Näumann nach seinem Vortrag (rechts Jochen Halbig)
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gespannt lauschende Zuhörer

14. September – Denkmaltag:

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Parkplatz und Bundesstraße waren zugeparkt, im Haus und Garten wurden weit über 600 Besucher gezählt. 7 Stunden Diapräsentation, ein Topfmarkt, 10 Bleche Kuchen, ungezählte Kannen Kaffee und viele Gespräche sind die Bilanz. Großen Dank allen Helfern!

Todenwarth im Fernsehsender 3SAT : www.3sat.de – VIVO – Archiv – 13. September 2008 – „erfolgreiche Schlossrestaurierung“-

Todenwarth im Fernsehen

4. Februar 2009

Todenwarth im Fernsehsender 3SAT : www.3sat.de – VIVO – Archiv – 13. September 2008 – „erfolgreiche Schlossrestaurierung“-

Thüringer Denkmalpreis 2008

13. Juni 2008

Thüringer Denkmalpreis 2008

Bisher fast 11 Jahre Restaurierungsarbeit auf Todenwarth wurden in diesem Jahr
durch das Thüringer Kultusministerium mit dem Thüringer Denkmalpreis gewürdigt.

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Freitag, 13. Juni in der Erfurter Thomaskirche

Die Wölffe von Todenwarth

Wenn heute in der Erfurter Thomaskirche die Thüringer Denkmalschutzpreise 2008 überreicht werden, dann ließe sich zu jedem geehrten Objekt zugleich locker mindestens ein Denkmal aufrufen, dessen Existenz auf dem Spiel steht. Freud und Leid der Denkmalpflege in Thüringen liegen in diesen Tagen aber nirgendwo so dicht beieinander, wie im westthüringischen Wernshausen und der sich darüber erhebenden Todenwarth.

THÜRINGEN. Ein im Jahr 2000 erschienener Burgenführer teilt zu der zwischen Eisenach und Meiningen direkt an der B 19 gelegenen einstigen Warte mit, dass deren Gebäude leer stehen und zum Teil ruinös sind. Seit 500 Jahren in Besitz der „Wölffe von und zur Todenwarth“ erlebte die Warte mit dem beginnenden 20. Jahrhundert ein wirtschaftliches Auf und Ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg als Umsiedler-Quartier genutzt – zeitweise wohnten hier 60 Menschen – verfiel die ganze Anlage zusehends. Zwar hat der vorletzte Eigentümer zwischen 1987 und 1993 begonnen, den Verfall durch erste Sicherungsmaßnahmen aufzuhalten. Doch die Mammutarbeit blieb denen, die seit 1997 im Grundbuch als Eigentümer stehen und einen der diesjährigen Denkmalpreise erhalten: Dr. Jochen Halbig und Familie.

Wer Todenwarth heute passiert (Foto), nimmt ein ausgesprochen schmuckes Anwesen war, das sogar zum „Schloss“ avancierte. Den ruinösen Zustand des einstigen Familienbesitzes hat Jochen Halbig, ein bis 1989 in Halle/Saale und danach in Nürnberg lebender Nachkomme der adligen „Wölffe von und zur Todenwarth“, mit eigenen Augen zum ersten Mal vor 20 Jahren gesehen. Obgleich der heute 68-Jährige sein Berufsleben lang als Zahnarzt praktiziert, muss in ihm bei dieser Gelegenheit das Herz des Architekten, der er einmal werden wollte, und das des leidenschaftlichen Sammlers baulicher Spolien geschlagen haben. Für die Thüringer Denkmallandschaft war dies ein Glücksfall, für Familie Halbig der Beginn einer noch nicht abgeschlossenen spannenden und aufwändigen Zeit von vielfältigen historischen Nachforschungen einerseits sowie ungezählter Stunden eigener Hände Arbeit andererseits.

Wenn zu den alljährlichen Denkmaltagen inzwischen bis zu 600 Besucher durch die Pforte mit dem gusseisernen Wolf obenauf gehen, um das einem barocken Landhaus ähnelnde Schloss zu bestaunen, zu bewundern und ein wenig sehnsuchtsvoll wieder zu verlassen, dann entschädigt das die Hal-bigs für so manche Stunde, die dem Zweifel gehörte, ob die Entscheidung richtig gewesen ist, sich Todenwarth zum Alterssitz mit dezent-geschmackvoll öffentlicher Nutzung herzurichten. Wenn der engagierte Denkmaleigentümer Halbig an Wochenenden von Franken nach Thüringen rollt, dann begrüßen ihn an der „Zwick“ genannten Kreuzung der B 19 in Wernshausen zwei von einer Säulenarkade gerahmte liegende Schafe aus Sandstein. Sie signalisieren ihm, gleich auf der Todenwarth angekommen zu sein. Doch in das Willkommensgefühl mischt sich seit ein paar Monaten eines, das Ärger und Wut speisen. Große Teile der „Kammgarnspinnerei an der Werra“, von der erhaben aufgeputzte Buchstaben über der von den Schafen behüteten, villenartigen Eingangsloggia künden, sollen auf Antrag der Gemeinde mit mehreren Millionen staatlicher Fördergelder „revitalisiert“, sprich abgerissen werden und die freigewordene Fläche für gleichfalls nicht wenig Geld als Gewerbegebiet erschlossen werden. Der noch im Besitz eines niedersächsischen Spinnerei-Unternehmens befindliche Gebäudekomplex ist im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts entstanden und für Wernshausen das prägnante Eingangstor. Maßgeblicher Architekt des Ganzen war Hofbaurat Karl Behlert, der u. a. auch das Meininger Theater und das Rathaus von Breitungen entworfen hat. Doch seit der Eigentümer vor zwei Jahren die hiesige Produktion ins Ausland verlagerte, sind die vier seit 2001 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Komplexes – in welchem einst bis zu 1600 Menschen aus 36 umliegenden Ortschaften Arbeit fanden – ungenutzt. Es passierte, was in solchem Falle leider schon Alltag ist, dass nämlich Vandalismus und Diebstahl leichtes Spiel bekamen. Details der qualitätsvollen bauzeitlichen Ausstattung, vor allem des Verwaltungsgebäudes – darunter bleiverglaste farbige Schmuckfenster, Treppengeländer und Wandpaneele im Festsaal -, sind schon verschwunden. Das Landesamt für Denkmalpflege erfuhr vom geplanten Abriss durch Zufall. Eine Begehung vor Ort mit Fachleuten und Projekt-entwicklern endete mit der Feststellung der Fachbehörde, dass „wegen kontinuierlich unterlassenem Bauunterhalt“ zwar die Sanierungs- und Sicherungsaufwendungen beträchtlich geworden seien, doch „weder der aktuelle Bauzustand noch der Leerstand der historischen Gebäude einen Abbruch rechtfertigen!“. Die zuständige Untere Denkmalschutzbehörde Schmalkalden-Meiningen verwehrte dementsprechend den Abriss, deren Vorgesetzter, Landrat Ralf Luther, hob, ohne das Landesamt in Erfurt anzuhören, die Entscheidung nach Abwägung verschiedener Interessen auf und erteilte die Genehmigung zum Abriss.

Das ist unrechtmäßig, sagt Landeskonservator Stefan Winghart gegenüber dieser Zeitung. Er bat den Landrat per Brief vom 10. März 2008 „dringend um Klärung“. Bliebe diese aus, müsste er sich „nötigenfalls an die Obere Denkmalschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt“ wenden. Wingharts Brief blieb bis heute unbeantwortet, so dass er nun das Amt in Weimar offiziell einschalten wird. Alle baulichen Veränderungen und andere Maßnahmen an einem Kulturdenkmal, so steht es im Thüringer Denkmalschutzgesetz, bedürfen einer Erlaubnis, über welche die zuständige Untere Denkmalbehörde im Einvernehmen mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege entscheidet.

Wo also liegt das Problem? Das dürften sich wohl nicht nur die Gäste der Verleihung der Denkmalpreise verwundert fragen.

12.06.2008 Von Heinz STADE

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Der Wolf von Todenwarth

15. Mai 2008

Zum Gedächtnis an die „Wölfe von und zur Todenwarth“, die vom 15. bis 19. Jahrhundert über 500 Jahre in ununterbrochener Folge mit der „Wart“ belehnt worden sind, schützt ein lebensgroßer gußeiserner Wolf das Zugangstor.

Geschaffen wurde der Wolf von Bildhauer Thilo Krause, der auch die Bildhauersymposien 2002, 2003 und 2008 auf Todenwarth künstlerisch geleitet hat.

Freundeskreis Todenwarth

28. Dezember 2005

Am 28. Dezember 2005 wurde auf Todenwarth der Verein „Freundeskreis Todenwarth e. V.“ Gegründet mit dem Ziel, Geschichte von Ort und Region zu ergründen und den Menschen Näher zubringen, wie auch das Leben und Wirken von Persönlichkeiten, die aus diesem Haus hervorgegangen sind.

Der Verein zählt aktuell (Januar 2010) 42 Mitglieder

Feiern auf Todenwarth

16. Oktober 2005

Sie wollen feiern und suchen den passenden Rahmen?

Sprechen Sie mit uns!

Bilder von Gaston

14. Oktober 2005

Immer noch auf der Todenwarth:

Bilder von Gaston

Gaston Freiherr Wolff von und zu Todenwarth

wolff_von_todenwarth

  • Geboren am 17. April 1891 in Essen
  • Studierte in Berlin Philosophie und Malerei
  • Heiratete im Juli 1913 Emma Matern, Ärztin
  • Gefallen am 12. November 1914 als Kriegs-
    freiwilliger im Alter von nur 23 Jahren
  • Emil Nolde erwähnt ihn in seiner Autobiographie:

    „Der junge Essener Maler von Todenwarth
    kam uns besuchen. Ich zeigte ihm mein Bild
    ‹ Kind und großer Vogel ›, dann aber auch
    meinen ‹ Krieg ›, er war erschüttert, und
    nachher war mir leid, dass ich gerade dies
    Bild ihm zeigte. Er ging ins Feld. Er schrieb
    An uns. – Die Antwortkarte kam zurück mit
    dem kurzen harten Vermerk: ‹ tot ›. Er fiel
    bei Langemarck, zusammen mit all der
    blühenden deutschen Studentenjugend.“

    * Die Bilder (vorwiegend Portrait und Akt) entstanden zwischen 1912 und 1914 *

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