Tag des offenen Denkmals 2010 auf Todenwarth

4. September 2010

Musik und Lyrik

Samstag, 11.September 2010, 19.30 Uhr

Das spätsommerliches Konzert auf Schloss Todenwarth

mit Gedichten von Hermann Hesse- dargeboten von

Cordula Queck, Violine & Ina Glöckner, Klavier,

war ein Höhepunkt in unserem diesjährigen Veranstaltungskalender.

Dank den beiden


Akteuren!

musik und lyrik

Sonntag, 12.September2010, stand die Warthe allen Besuchern offen von 11 bis 17 Uhr.

Neben Führungen, einem kleinen Topfmarkt und „Buchflohmarkt“ wurde  außer der Powerpoint- Präsentation über die Restaurierungsarbeiten auf Todenwarth noch einmal an Geschichte und Vernichtung  des Industriedenkmals „Kammgarnspinnerei an der Werra“ mit einer PP-Präsentation erinnert.

warthe von ost beschnitten 2010


Für das leibliche Wohl wurde im Rahmen des Möglichen gesorgt.

Über 500 Neugierige informieten sich über die Restaurierungsfortschritte, bei Kuchen, Kaffee und Schmalsstullen gab es viele interessante Gespräche. Die Präsentation über Geschichte und Vernichtung der Kammgarnspinnerei sahen mehrere hundert Gäste- mit Trauer, teils Entsetzen und Wut….

Herzlichen Dank all unseren Helfern aus Freundeskreis und Familie, ohne die der Tag nicht so gut hätte gelingen können.

Und Dank auch dem Wettergott, der es in diesem Jahr gut mit uns gemeint hat wenigstens am 12. September.

zum Denkmaltag am "Verpflegungszelt"


Samstag, den 17. April abends halb 8 auf Todenwarth:

23. Juli 2010

Birgit Jäckel las aus ihrem 2. historischen Roman

„DER FLUCH DER DRUIDIN“

Mit Spannung wurde er erwartet, vor einem halben Jahr ist er erschienen: Birgit Jäckels 2. Roman aus der sagenumwobenen Zeit der Kelten. Basierend auf historisch belegten Ereignissen um 100 vor Christi, wird ein spannender und ereignisreicher Abschnitt aus dem Leben Sumelis erzählt, der Tochter von Talia – dem „Star“ des ersten  Romans. Wer die Lesung vor 2 Jahren erlebt hat, wird sich gern erinnern, auch an den Bericht in der STZ am 5. Mai 2008.

Birgit Jäckel, geboren in Nürnberg 1980, begann schon mit 14 erste Romane zu schreiben. Nach dem Abitur und einem Semester Biologie studierte sie Ur- und Frühgeschichte, Paläontologie und Alte Geschichte. Nach dem Studium begann sie ihre Tätigkeit für die Right Livelihood Avard -Stiftung (zunächst in Stockholm, dann Erlangen und Berlin), die für den Alternativen NOBEL- Preis zuständig ist.

Die Abschlussarbeit ihres Studiums über eine keltische Siedlung in Süddeutschland brachte sie auf die Idee, über diese Zeit zu schreiben.

birgit

Hier noch einmal ein paar Sätze zum „Fluch der Druidin“:

Boiorix, König der Kimbern, findet keine Ruhe trotz triumphalen Sieges über die Römer 101 vor Christi: ein Fluch belastet ihn: der Fluch, als Versager in die Geschichte einzugehen und nie Erlösung zu finden. Er sendet Nando aus, seinen besten Krieger, die junge Sumelis zu entführen. Sie sei die mächtigste „Zauberin“ der keltischen Welt, ihre geheimnisvolle Gabe soll den bösen Fluch bannen.. Die Spannung des Buches entwickelt sich aus dem Verhältnis zwischen ihr und  Nando.  Dessen düstere Seele zieht Sumelis in ihren Bann…..

Birgit Jäckels Romane sind erschienen bei Droemer- Knaur, die „Druidin“ inzwischen auch in preiswerterer  Taschenbuchausgabe.

Dr. Jochen Halbig – Todenwarth

Auf Todenwarth- Spuren 2010

20. Juli 2010

Rund ein Dutzend Vereinsmitglieder des Freundeskreis Todenwarth wandelte vom 11. – 13. Juni “auf Todenwarth- Spuren” in Frankenberg, Marburg und Gießen. Höhepunkt der Exkursion – der Wiederbelebung der Todenwarthschen Almosenstiftung von 1635.Auf dem Foto die Unterzeichner des der heutigen Zeit angepassten Stiftungsvertrages- Oberbürgermeisterin und weitere Vertreter der Stadt Gießen,Vertreter der Kirche und für die Familie der Wölffe von Todenwarth Antonius W.v.T. und Dr. Jochen Halbig. Zu danken ist die Wiederbelebung dieser Stiftung der Journalistin Dagmar Klein. Ihr war aufgefallen, dass die Stiftung schon  mehrere Jahreruhte. Sie stellte die Verbindung zur Oberbürgermeisterin her, in harmonischer Gesprächsrunde wurde schnell klar- die in  diesem Jahr seit 375 Jahre bestehende Almosenstiftung muss weiter “leben”!Die Satzungsändrung der Almosenstiftung ist besiegelt

Grabhäuschen der Katharina Wolff von Todenwarth auf dem alten Stadtfriedhof Gießens.

Katharina starb (vermutlich an der Pest) am 10. Juni 1635, mitten im 30- jährigen Krieg, während Ihr mann, der damalige hessische kanzler Antonius Wolff von und zur Todenwarth, zu Friedensverhandlungen in Prag weilte. Zu ihrem Angedenken begründete ihr Wiwer die “Immerwährende Almosenstiftung”.  Auf dem Foto- Mitglieder des “Freundeskreis Todenwarth” , Labrador Finn durfte auch dabei sein. IMG_1682

Frankenberg – an der Gedenksäule von 1798 für Friedrich Konrad Wolff von Todenwarth, der die Ruinen der ma. Burg schleifen ließ, um einen Exercierplatz anzulegen (Einen Park für die Bürger Frankenbergs – jetzt hätten sie lieber ihre Burgruine!)

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Vorträge von Pfarrer Michael Glöckner zur Theodizee

3. Januar 2010

Theodizee heißt „Rechtfertigung Gottes“.

Das Theodizeeproblem ist ein klassisches philosophisches und theologisches Problem für diejenigen religiösen Traditionen, die von der Existenz eines allmächtigen, allgütigen und allwissenden Gottes ausgehen. Es besteht in der Frage, wie die Existenz eines solchen Gottes mit der Existenz des Übels oder des Bösen in der Welt vereinbar sei.(Wikipedia)

Samstag, 20. und 27. Februar und Samstag, 20. März jeweils 19.30Uhr


Artikel aus der STZ zum Vortrag von Michael Glöckner

Samstag, den 21. November 2009 20 Uhr auf Todenwarth:

17. November 2009

Zwischen Orient und Okzident – die Abenteuer des Paul Wolff von und zur Todenwarth, Teil II

Djihad, Heiliger Krieg und islamischer Fundamentalismus sind Begriffe, die uns täglich in den Nachrichten begleiten.

Kaum bekannt ist, daß bereits vor über 90 Jahren, im ersten Weltkrieg, das Deutsche Reich versuchte, strenggläubige Muslime  in Nordafrika zu einem Krieg gegen die Kolonialmächte England, Italien und Frankreich zu bewegen. Chef der deutschen Afrika- Mission: der Industrielle Otto von Mannesmann.  1916 verschwand er spurlos….

Rittmeister Paul Wolff von und zur Todenwarth erhielt den Befehl, den Verschollenen zu suchen und lässt sich von einem U- Boot an der Küste Nordafrikas absetzen. Schnell gerät er in einen lebensgefährlichen Strudel von Intrigen und Machtkämpfen zwischen Orient und Okzident.

Nach seiner spektakulären Flucht aus einem sibirischen Gefangenenlager, die ihn durch die Mongolei bis nach Peking führte, sind die Erlebnisse in Tripolitanien – dem heutigen Libyen – das zweite große Abenteuer des Offiziers, der 1876 auf Schloss Todenwarth geboren wurde.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Johannes Näumann, einem Urgroßneffen des Freiherrn, steht ein unveröffentlichtes Manuskript über die Afrika – Mission, das Paul nach dem ersten Weltkrieg verfasste.

Tag des offenen Denkmals 2009

15. Oktober 2009

Der Ansturm hat es wieder einmal bewiesen: Schloss Herrenbreitungen mit fast tausend Besuchern am Denkmaltags- Wochenende und Schloss Todenwarth sind zu diesem Anlass die Publikumsmagneten der Region.

ansturm

Zum 10. Mal waren die Tore der Todenwarth zum Tag des offenen Denkmals weit geöffnet. Der Zuspruch war wieder enorm – vielleicht etwas weniger als im vergangenen Jahr, doch an 500 fehlten sicher nicht viele. Parkplatz, der Acker gegenüber und die Bundesstraße längs der Schlossmauer waren von 11 bis kurz vor 18 Uhr weiträumig mit Besucherautos besetzt.

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ppp

Bei Führungen über das weiträumige Gelände brachte Dr. Halbig den zumeist sehr interessierten Besuchern die wechselhafte Geschichte des Ortes nah, von den Namensdeutungen (keltisch, germanisch, oder wartete hier gar Elisabeth von Thüringen auf die Gebeine ihres auf dem Weg zum Kreuzzug verstorbenen Mannes?), über die Zerstörungen im 30- jährigen Krieg bis hin zum Verfall in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Im kleinen Saal wurde mit einer Diaprojektion über die letzten 12 Jahre, die bisherigen Restaurierungsschritte, informiert. Reges Interesse gepaart mit Trauer und Erschütterung fand besonders die zweite Powerpoint-Präsentation über die aktuellen Geschehnisse zwischen Kreuzung Zwick und Werrabrücke vor Wernshausen, wodurch das untere Schmalkaldetal „sein Gesicht verlor”. Poster und Postkarten zu diesen aktuellen Denkmalverlusten sind noch auf Todenwarth zu erhalten.

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Ein Topfmarkt, organisiert vom Wasunger „Ofenmann”, fand viele Interessenten, wie auch der kleine Buchstand, an dem Robert Eberhardt seinen Verlag vorstellte. Manch gutes Buch wurde da sehr preiswert erworben. Die Warthe war natürlich auch kulinarisch ein „Ort des Genusses”. Am reichhaltige Kuchenbuffet, gestiftet und betreut vom Mitgliedern des Freundeskreises Todenwarth, fanden diverse süße Backwaren, Zwiebelkuchen und Schmalzstullen zu Kaffee oder Kaltgetränken reißenden Absatz.

Der Wettergott meinte es nicht allzu gut mit den Denkmalfreunden in diesem Jahr. Doch die Stimmung war gut und der Tag für viele Gäste ideeller Gewinn. Der Dauerregen setzte erst kurz vor 18 Uhr ein…

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Internationaler Tag des offenen Denkmals 2008 auf Todenwarth

15. Oktober 2009

Am Vorabend, 13. September, 19 Uhr:

„Paul Wolff von Todenwarth – Abenteurer und Bauer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts” Johannes Näumann erzählte aus Pauls Leben, im Ersten Teil – „eine tolle Flucht” – von Sibirien über Peking nach Deutschland. Teil 2 – Afrika bis Öttinger Land- folgt zu einem rechtzeitig bekanntzugebenden Termin.

Johannes Näumann nach seinem Vortrag
Johannes Näumann nach seinem Vortrag (rechts Jochen Halbig)
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gespannt lauschende Zuhörer

14. September – Denkmaltag:

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Parkplatz und Bundesstraße waren zugeparkt, im Haus und Garten wurden weit über 600 Besucher gezählt. 7 Stunden Diapräsentation, ein Topfmarkt, 10 Bleche Kuchen, ungezählte Kannen Kaffee und viele Gespräche sind die Bilanz. Großen Dank allen Helfern!

Todenwarth im Fernsehsender 3SAT : www.3sat.de – VIVO – Archiv – 13. September 2008 – “erfolgreiche Schlossrestaurierung”-

Todenwarth im Fernsehen

4. Februar 2009

Todenwarth im Fernsehsender 3SAT : www.3sat.de – VIVO – Archiv – 13. September 2008 – “erfolgreiche Schlossrestaurierung”-

Thüringer Denkmalpreis 2008

13. Juni 2008

Thüringer Denkmalpreis 2008

Bisher fast 11 Jahre Restaurierungsarbeit auf Todenwarth wurden in diesem Jahr
durch das Thüringer Kultusministerium mit dem Thüringer Denkmalpreis gewürdigt.

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Freitag, 13. Juni in der Erfurter Thomaskirche

Die Wölffe von Todenwarth

Wenn heute in der Erfurter Thomaskirche die Thüringer Denkmalschutzpreise 2008 überreicht werden, dann ließe sich zu jedem geehrten Objekt zugleich locker mindestens ein Denkmal aufrufen, dessen Existenz auf dem Spiel steht. Freud und Leid der Denkmalpflege in Thüringen liegen in diesen Tagen aber nirgendwo so dicht beieinander, wie im westthüringischen Wernshausen und der sich darüber erhebenden Todenwarth.

THÜRINGEN. Ein im Jahr 2000 erschienener Burgenführer teilt zu der zwischen Eisenach und Meiningen direkt an der B 19 gelegenen einstigen Warte mit, dass deren Gebäude leer stehen und zum Teil ruinös sind. Seit 500 Jahren in Besitz der “Wölffe von und zur Todenwarth” erlebte die Warte mit dem beginnenden 20. Jahrhundert ein wirtschaftliches Auf und Ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg als Umsiedler-Quartier genutzt – zeitweise wohnten hier 60 Menschen – verfiel die ganze Anlage zusehends. Zwar hat der vorletzte Eigentümer zwischen 1987 und 1993 begonnen, den Verfall durch erste Sicherungsmaßnahmen aufzuhalten. Doch die Mammutarbeit blieb denen, die seit 1997 im Grundbuch als Eigentümer stehen und einen der diesjährigen Denkmalpreise erhalten: Dr. Jochen Halbig und Familie.

Wer Todenwarth heute passiert (Foto), nimmt ein ausgesprochen schmuckes Anwesen war, das sogar zum “Schloss” avancierte. Den ruinösen Zustand des einstigen Familienbesitzes hat Jochen Halbig, ein bis 1989 in Halle/Saale und danach in Nürnberg lebender Nachkomme der adligen “Wölffe von und zur Todenwarth”, mit eigenen Augen zum ersten Mal vor 20 Jahren gesehen. Obgleich der heute 68-Jährige sein Berufsleben lang als Zahnarzt praktiziert, muss in ihm bei dieser Gelegenheit das Herz des Architekten, der er einmal werden wollte, und das des leidenschaftlichen Sammlers baulicher Spolien geschlagen haben. Für die Thüringer Denkmallandschaft war dies ein Glücksfall, für Familie Halbig der Beginn einer noch nicht abgeschlossenen spannenden und aufwändigen Zeit von vielfältigen historischen Nachforschungen einerseits sowie ungezählter Stunden eigener Hände Arbeit andererseits.

Wenn zu den alljährlichen Denkmaltagen inzwischen bis zu 600 Besucher durch die Pforte mit dem gusseisernen Wolf obenauf gehen, um das einem barocken Landhaus ähnelnde Schloss zu bestaunen, zu bewundern und ein wenig sehnsuchtsvoll wieder zu verlassen, dann entschädigt das die Hal-bigs für so manche Stunde, die dem Zweifel gehörte, ob die Entscheidung richtig gewesen ist, sich Todenwarth zum Alterssitz mit dezent-geschmackvoll öffentlicher Nutzung herzurichten. Wenn der engagierte Denkmaleigentümer Halbig an Wochenenden von Franken nach Thüringen rollt, dann begrüßen ihn an der “Zwick” genannten Kreuzung der B 19 in Wernshausen zwei von einer Säulenarkade gerahmte liegende Schafe aus Sandstein. Sie signalisieren ihm, gleich auf der Todenwarth angekommen zu sein. Doch in das Willkommensgefühl mischt sich seit ein paar Monaten eines, das Ärger und Wut speisen. Große Teile der “Kammgarnspinnerei an der Werra”, von der erhaben aufgeputzte Buchstaben über der von den Schafen behüteten, villenartigen Eingangsloggia künden, sollen auf Antrag der Gemeinde mit mehreren Millionen staatlicher Fördergelder “revitalisiert”, sprich abgerissen werden und die freigewordene Fläche für gleichfalls nicht wenig Geld als Gewerbegebiet erschlossen werden. Der noch im Besitz eines niedersächsischen Spinnerei-Unternehmens befindliche Gebäudekomplex ist im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts entstanden und für Wernshausen das prägnante Eingangstor. Maßgeblicher Architekt des Ganzen war Hofbaurat Karl Behlert, der u. a. auch das Meininger Theater und das Rathaus von Breitungen entworfen hat. Doch seit der Eigentümer vor zwei Jahren die hiesige Produktion ins Ausland verlagerte, sind die vier seit 2001 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Komplexes – in welchem einst bis zu 1600 Menschen aus 36 umliegenden Ortschaften Arbeit fanden – ungenutzt. Es passierte, was in solchem Falle leider schon Alltag ist, dass nämlich Vandalismus und Diebstahl leichtes Spiel bekamen. Details der qualitätsvollen bauzeitlichen Ausstattung, vor allem des Verwaltungsgebäudes – darunter bleiverglaste farbige Schmuckfenster, Treppengeländer und Wandpaneele im Festsaal -, sind schon verschwunden. Das Landesamt für Denkmalpflege erfuhr vom geplanten Abriss durch Zufall. Eine Begehung vor Ort mit Fachleuten und Projekt-entwicklern endete mit der Feststellung der Fachbehörde, dass “wegen kontinuierlich unterlassenem Bauunterhalt” zwar die Sanierungs- und Sicherungsaufwendungen beträchtlich geworden seien, doch “weder der aktuelle Bauzustand noch der Leerstand der historischen Gebäude einen Abbruch rechtfertigen!”. Die zuständige Untere Denkmalschutzbehörde Schmalkalden-Meiningen verwehrte dementsprechend den Abriss, deren Vorgesetzter, Landrat Ralf Luther, hob, ohne das Landesamt in Erfurt anzuhören, die Entscheidung nach Abwägung verschiedener Interessen auf und erteilte die Genehmigung zum Abriss.

Das ist unrechtmäßig, sagt Landeskonservator Stefan Winghart gegenüber dieser Zeitung. Er bat den Landrat per Brief vom 10. März 2008 “dringend um Klärung”. Bliebe diese aus, müsste er sich “nötigenfalls an die Obere Denkmalschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt” wenden. Wingharts Brief blieb bis heute unbeantwortet, so dass er nun das Amt in Weimar offiziell einschalten wird. Alle baulichen Veränderungen und andere Maßnahmen an einem Kulturdenkmal, so steht es im Thüringer Denkmalschutzgesetz, bedürfen einer Erlaubnis, über welche die zuständige Untere Denkmalbehörde im Einvernehmen mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege entscheidet.

Wo also liegt das Problem? Das dürften sich wohl nicht nur die Gäste der Verleihung der Denkmalpreise verwundert fragen.

12.06.2008 Von Heinz STADE

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Der Wolf von Todenwarth

15. Mai 2008

Zum Gedächtnis an die “Wölfe von und zur Todenwarth”, die vom 15. bis 19. Jahrhundert über 500 Jahre in ununterbrochener Folge mit der “Wart” belehnt worden sind, schützt ein lebensgroßer gußeiserner Wolf das Zugangstor.

Geschaffen wurde der Wolf von Bildhauer Thilo Krause, der auch die Bildhauersymposien 2002, 2003 und 2008 auf Todenwarth künstlerisch geleitet hat.